Arbeitsstelle Friedensarbeit im Haus kirchlicher Dienste

Ökumenische Dekade zur Überwindung von Gewalt 2001 - 2010



Ausbildungskurs

„Schritte gegen Tritte“ 2015

Schritte gegen Tritte“ ist ein Gewaltpräventions- und Anti-Rassismus-Projekt für Jugendliche ab der 7. Klasse.

In der aktuellen Situation ist es besonders wichtig, das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen zu lernen, auch dazu bietet dieses Projekt  sehr gute Ansätze.

Es thematisiert strukturelle, ethnische und personale Gewalt und bietet Jugendlichen eine Einführung in die  gewaltfreie Konfliktbearbeitung und Anti – Rassismus Arbeit in altersgemäßer und genderspezifischer Form. Dabei wird großer Wert auf eine Vielfalt pädagogischer Methoden und Praxisorientierung gelegt.

 

Das Projekt wird in drei Modulen im schulischen und kirchlichen Unterricht angeboten:

 

Modul Flucht/Migration/Integration am Beispiel  Flucht & Asyl in Deutschland

 

Modul Anti-Rassismus am Beispiel Südafrika / Deutschland

 

• Modul Globale Gerechtigkeit am Beispiel Bangladesch / Deutschland

 

Seit 1993 wird „Schritte gegen Tritte“ in Kirchengemeinden und Schulen Niedersachsens, Sachsen-Anhalts, Hessens und Württembergs durchgeführt. Bisher sind bundesweit ca. 180 Multiplikator_innen ausgebildet worden; pro Jahr durchlaufen ca. 4500 Jugendliche in Deutschland das Projekt.

Als kirchliches Projekt hat Schritte gegen Tritte“ seine Quellen in der biblischen Spiritualität der Gewaltfreiheit, bezieht jedoch ein weites Spektrum anderer religiöser und weltanschaulicher Erfahrungen mit ein. Das Thema der Gewalt wird personal, interkulturell und global angesprochen und in erlebnis- und projektorientierte Unterrichtseinheiten eingebettet. Anti – Rassismus Arbeit und globales Lernen bilden einen Schwerpunkt dieses Projekts.

 

Schritte gegen Tritte“ ermöglicht einen konkreten Zugang zu Jugendlichen und kann damit eine wertvolle Basis für Kooperationsmöglichkeiten von Jugendarbeit und Schule sein. Das Projekt bietet weiterhin die Möglichkeit, Seminare zur Gewaltprävention, Flucht und Rassismus durchzuführen. Es kann auch als Baustein in Gruppenleiterausbildungen  integriert werden und in unterschiedlichen Unterrichtsformen.

Somit erwerben alle Teilnehmer_innen ein breites Kompetenzspektrum für die schulische, gemeindliche und übergemeindliche Praxis.

Das Angebot der neuen Ausbildungsreihe 2015 richtet sich an Personen, die als

Multiplikator_innen das Projekt regional wie auch überregional durchführen wollen. Dies kann im eigenen Arbeitsfeld erfolgen oder als Honorarkraft in unterschiedlichen Bereichen.

 

Teilnehmen kann grundsätzlich jede und jeder.

Insbesondere richtet es sich jedoch an:

 

- Lehrer_innen   - Sozialarbeiter_innen

- Pastor_innen   - Diakon_ innen:

- Studierende

- Mitarbeitende in der Jugendarbeit

- Berufliche - Trainer_innen;  

- Ehrenamtlich Interessierte

Termine 2015

Hospitationsphase
(2 Tageseinheiten): direkt nach Anmeldung möglich

Vorbereitungs- und Informationstreffen:
Mo 20.07. 2015, 16:00-18:00 Uhr, HkD Hannover                       
Einführung in das Projekt/Hintergründe und Umsetzung.
Einordnung des Projektes im Rahmen der Sekundär Prävention.

Verantwortliche des Projektes:

Lutz Krügener, Marc Struckmann, Karl Gröpler, Maik Bischoff


Tageskurs Einheit I
Freitag, 18.09. 2015, 10:00-17:00Uhr, HkD  Hannover                      
„Der lange Weg zur Freiheit“.Umgang mit struktureller und ethnischer Gewalt am Beispiel Südafrikas und eine Übertragung auf die Situation der Jugendlichen bei uns.
 Ablauf des SgT Moduls „Südafrika und Umgang mit Gewalt“

Referentinnen:
Esther von Twardowski, Theaterpädagogin Reformierte Kirche Nordhorn/ Cape Town



Einheit II und III:                                               
16.- 17.Oktober  2015, mit Übernachtung CVJM Anne Frank Haus in Oldau
-Freitag - 16.10. 13.00 – 21.00 Uhr / Samstag - 17.10. 9.30 Uhr – 17.30 Uhr

Freitag: „Menschen auf der Flucht“   - Ablauf des  SgT Moduls „Flucht“
Gewalterfahrungen in Herkunftsländern von Flüchtlingen,  Asyl in Deutschland,
Migrationserfahrungen in Deutschland

Referent_innen: Hanna Krügener, Berlin, Politologin und Pädagogin

Samstag: „Globale Gerechtigkeit“ -  Aktuelle Lage in Bangladesch
Ablauf des SgT Moduls – „Globale Gerechtigkeit“ am Beispiel der Textilindustrie in Bangladesch“ ,  Alternative Handlungsmöglichkeiten

Referent_innen:  Maik Bischoff - Thomas Otte


Einheit IV und V:                                                                                          
9./10 November 2015
jeweils 10-17 Uhr, Antikriegshaus Sievershausen, ohne Übernachtung

 „Anti-Bias“ -Training“
                           
Umgang mit Identität, Stereotypen, Vorurteilen, Toleranz und ihren Grenzen, interkultureller Kompetenz

Referent_innen:
Maik Bischoff  - Hanna Krügener


Tageskurs Einheit VI:                                          

23.11.November 2015 Antikriegshaus Sievershausen
10:00-17:00 Uhr

Konfrontation mit Ideologien der Ausgrenzung (Mobbing,Cybermobbing)
und Möglichkeiten auf dem Weg zur Inklusion.

Referent_innen:
Karl Gröpler


Einheit VII und VIII:                                          
11./12. Dezember 2015 Übernachtung?- Wird mit der Gruppe besprochen
jeweils  10:00 –17:00 Uhr
Ablauf des SgT Moduls Deutschland

 -Gewaltszenarien bearbeiten mit den Methoden des Theaters der Unterdrückten.

-Rollenspiele und Übungen, Impulse zu aktiver Gesprächsführung und Verhalten in Konfliktsituationen, Spirituelle und biblische Impulse.

Moderation, Präsentation des Projekts, Administration, Netzwerk

Referent_innen: Sarah Laustroer Theaterpädagogin
Maik Bischoff - Lutz Krügener


Zum Fortbildungskonzept:

Ausgehend von der praktischen, pädagogischen Erfahrung der Teilnehmer/innen werden diejenigen Themen reflektiert, die für die Umsetzung des Projektes in der Praxis gebraucht werden.
Das Einüben der konkreten Abläufe des Projekttages erfolgt durch zwei  Hospitationen bei erfahrenen Multiplikator/innen vor der Ausbildung sowie zwei  Durchführungen unter Supervision nach der Ausbildung.
Die Teilnahme an allen Seminartagen ist verbindlich erforderlich.
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Anmeldungsschluss:
bis 01. Juni 2015

Teilnehmeranzahl:
Max. 15 Personen
Die Zusammensetzung der Teilnehmergruppe behalten sich die Veranstalter vor.

Kosten:
pro Teilnehmer/in 300,00 €
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Supervisionsphase:

ab Januar 2016

Mai 2016
Festlicher Abschluss mit Überreichung der Lizenzen


Lizenz:
die Konditionen der Lizenz zur Durchführung des Projekts sind abrufbar unter
www.schrittegegentritte.de. Mit der Lizenz wird die Befähigung erworben, als Honorarkraft das Projekt „ Schritte gegen Tritte“ im Namen der Veranstalter durchzuführen.

Material:
Zur Durchführung des Projekttages wird eine Materialkiste benötigt. Diese kann
nach Erhalt der Lizenz an verschiedenen  Stellen gegen eine Leihgebühr entliehen werden.
Es besteht für lizensierte Multiplikator_innen auch die Möglichkeit, eine Materialkiste für den Eigengebrauch zu erwerben (Kosten 200€).

Fortbildungsleitung und weitere Informationen:
Arbeitsstelle Friedensarbeit,
Haus kirchlicher Dienste, Archivstr.3, 30169 Hannover
Tel. 0511 1241 - 560
- Mail: kruegener@kirchliche-dienste.de/  bischoff@kirchliche-dienste.de

Homepage:  www.schrittegegentritte.de


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Anmeldung